Wer war Adolph Kolping

Ein Seelsorger im besten Sinne, der junge Menschen motivieren wollte, die ohne Ziel in den Tag hinein lebten (heutige Jugendliche würden es „chillen“ nennen). Er wollte jungen Menschen zeigen, dass das Leben mehr ist:

„...Dieses Leben (ist) eine Vorbereitung auf eine anderes, besseres....hier sind wir nicht, ...um uns gemächliche Tage zu verschaffen...; nein, nein, wir sollen wirken, arbeiten, aufhäufen - und was? Taten, ...die uns wirklich zu würdigen Mitgliedern der menschlichen, mehr noch der christlichen Gesellschaft machen.“ Adolph Kolping

Adolph Kolping engagierte sich im katholischen Gesellverein, als Präses des Gesellenvereines in Elberfeld und danach im Gesellenverein in Köln, den er selbst gründete.

Die Gesellen gehörten in jener Zeit nicht mehr – wie früher - zur Familie Ihres des Meisters (Ausbilders), sondern waren außerhalb der Arbeitszeit sich selbst überlassen. Häufig war für sie das Wirtshaus die einzige Möglichkeit, ihre Freizeit zu verbringen. Niemand nahm sich ihrer persönlichen und beruflichen Sorge und Probleme an.

Hier setzte der Gesellenverein an, der diesen jungen Menschen ein Zuhause bieten wollte. Im Kreise der Gleichgesinnten wurde Anregung und Möglichkeit geboten, an sich selbst und für andere zu arbeiten. Der Gesellenverein sollte junge Menschen dabei unterstützen, ihr späteres Leben erfolgreich und in Verantwortung dem Ganzen gegenüber zu gestalten.

Zeitgenossen beschreiben Kolping als offenen, fröhlichen Menschen, der eine besondere Ausstrahlung auf junge Menschen hatte und somit im Gesellenverein viel bewirkte.

Der lockere Umgang mit den Gesellen, der den Ausflug ebenso einschloss wie das gemütliche Beisammensein im Vereinslokal, passt in dieses Bild. Immer wieder hat er betont, wie wichtig für die jungen Menschen die Möglichkeit sei, sich im geselligen Miteinander zusammenzufinden, zu entspannen, neue Fähigkeiten zu entwickeln und neue Kräfte zu sammeln.

„Ohne Freude, ohne Erheiterung kann das Menschenherz nicht sein, am wenigsten in der Jugend; im Vereinsleben gebührt ihr eine wesentliche Stelle.“ Adolph Kolping

Adolph Kolping hat Reisen in viele Ecken Europas unternommen und darüber Reise-berichte verfasst, u.a. wanderte er 1841 nach dem Abitur zu Fuß von München nach Venedig. Er ging immer mit offenen Augen durch die Welt und beschrieb seine vielfältigen Eindrücke in Reiseberichten, ohne die sozialen Verhältnisse außer Acht zu lassen.

Acht Grundhaltungen Kolpings, die nach wie vor aktuelle Bedeutung haben:

  • Gläubigkeit und Selbstvertrauen,
  • Lebensernst und Freude,
  • Selbstverantwortung und Solidarität,
  • Geschichtsbewusstsein und Fortschrittswille

Adolph Kolping ging immer unbeirrbar seinen Weg, den er für sich als richtig und notwendig erkannt hatte, getreu der eigenen Devise:

„Was Du bist, sollst Du ganz sein“ Adolph Kolping   

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